Kraft des Neinsagens
Hengste in freier Wildbahn sind nicht nur an ihrem Körperbau zu erkennen, sondern auch an den vielen Narben auf ihrem Körper.
Ihre Bereitschaft, anderen Hengsten Grenzen zu setzen, um ihre Stuten und ihre Familie zu schützen, kann in körperlichen Auseinandersetzungen mit Verletzungsgefahr eskalieren. Menschen am Arbeitsplatz oder in der Familie riskieren jedoch keine körperlichen Verletzungen, und doch hält sie etwas davon ab, nein zu sagen und anderen gegenüber Grenzen zu setzen.
Wenn wir es von einem Standpunkt der sozialen Konditionierung aus betrachten, dann haben Frauen oft die Vorstellung, dass sie zuerst für alle anderen da sein müssen, bevor sie sich um ihre eigenen Bedürfnisse kümmern. In ähnlicher Weise sind Männer oft darauf konditioniert worden, dass sie stark sein müssen und kein Zeichen von Schwäche zeigen dürfen.
Wenn du erkennst, dass dein Verhalten meistens das Ergebnis deiner Konditionierung ist – wie du aufgewachsen bist – oder du merkst, dass du einfach Überzeugungen von anderen Menschen übernommen hast, ohne sie zu hinterfragen –, kannst du jetzt beginnen, Entscheidungen zu treffen, die dir wirklich dienen und dir Lebensqualität und Freude bringen. Mit jedem Ja zu dir wächst das schöne Gefühl in dir, dass du für dich eingestanden bist, und dieses wunderbare Gefühl macht Mut, so weiterzumachen.
Dieses Zitat hat mich dazu inspiriert, öfter Nein zu sagen: „Ruhe und Selbstfürsorge sind so wichtig. Aus einem leeren Gefäss kann man nicht dienen.“ – Eleanor Brownn. Wenn du nicht zu dir schaust, wer dann? Als Erwachsene hast du die Verantwortung für dein Leben und niemand anders.
